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Letzte Änderung -

November 12, 2018

Riester-Rente für Soldaten – Achtung: Formalitäten beachten!

An einer einfachen Einwilligung zur Datenübermittlung kann der Sonderausgabenabzug in der Steuererklärung scheitern. Das können Sie tun.

Steuerberater Ludwig Krüger - Spezialist für Soldaten
Ludwig Krüger

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Seit 2002 gibt es die Riester-Rente als privat finanzierte Rente, die staatlich gefördert wird. Die staatliche Förderung gibt es in Form von Zulagen und einem Sonderausgabenabzug nach §10a EStG in der Steuererklärung. Die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) prüft hierbei, ob Sie zulagenberechtigt sind und wie hoch Ihre Zulagen sein dürfen.

Bedingung für die staatliche Förderung

Damit die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) und folglich das Finanzamt Ihre Abzugsvoraussetzungen prüfen kann, muss bei Ihrer Besoldungsstelle eine Einwilligung zur Datenübermittlung vorliegen. Ohne diese kann keine staatliche Förderung stattfinden. Die Einwilligung kann maximal 2 Jahre rückwirkend abgegeben werden.

Beispiel: für Beitragsjahr 2014 endet die Frist zur Abgabe der Einwilligung am 31.12.2016

Besonderheit für Soldaten.

Sofern Sie nie zivil angestellt oder vor Diensteintritt nicht Grundwehrdienstleistender waren, haben Sie keine Sozialversicherungsnummer und können diese Einwilligung nicht ohne Weiteres abgeben. Sie müssen zusätzlich bei Ihrer Besoldungsstelle eine Zulagennummer beantragen.

In unserem kostenlosen Formular können Sie die Einwilligung zur Datenübermittlung erteilen und sofern notwendig die Zulagennummer beantragen.

>>Zum Formular von steuer-soldaten.de <<

Nachträgliche Kürzung der Sonderausgaben durch das Finanzamt

Häufig kommt es vor, dass die Finanzämter durch eine gesonderte Feststellung nach §10a Abs. 4 EStG den Sonderausgabenabzug nachträglich kürzen. Das heißt, in Ihrer Steuererklärung ist das Finanzamt davon ausgegangen, dass Sie förderfähig und somit zum Sonderausgabenabzug berechtigt sind. Da aber bei Ihrer Besoldungsstelle keine Einwilligung zur Datenübermittlung vorlag, konnte die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) Ihre Förderfähigkeit nicht prüfen.

Nun heißt es für Sie zu handeln, damit Sie die Steuererstattung für die Riester-Rente nicht zurückzahlen zu müssen. Zuerst müssen Sie bei der Besoldungsstelle die Einwilligung zur Datenübermittlung erteilen (z.B. mit dem Musterformular von steuer-soldaten.de). Anschließend sollten Datenaktualisierung und Bescheidberichtigung durch das Finanzamt automatisch erfolgen. Um sicherzugehen, sollten Sie dennoch Kontakt zum Finanzamt aufnehmen.

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